Vereinbarkeit von Freizeit, Familie, Pflege und Beruf

ArbeitnehmerInnen

Früher wurde in diesem Zusammenhang von „work-life-balance“ oder „worklife-life-balance“ gesprochen. Dazu trägt die Lebensphasenorientierung, die jede Personalpolitik auszeichnet, erheblich bei. Beschäftigte stehen Lebensphasentypischen Herausforderungen gegenüber die  sie mit Unterstützung Ihres Arbeitgebers meistern wollen und können. Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen ist spezialisiert auf Prozesse der Bindung, Wiedereingliederung und Einarbeitung vor, während und nach der Eltern- und Pflegezeit. Das Programm „Job & Child“ bzw. später „Job & Family“ wurde von Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen im Jahr 2000 im Auftrag der AUDI AG und der bbw-Bildungsforschung konzipiert, von 2001 bis 2012 durchgeführt, evaluiert und an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst.

♦ Generation „X“, „Y“,“Z“

Mitarbeitende gehören unterschiedlichen Generationen/ Altersgruppen an. Beschäftige verschiedener Generationen unterscheiden sich in Ihren Lebensentwürfen, Leben-/ Arbeitseinstellungen, Berufswünschen, Visionen, Träumen und Zielen. Sozialwissenschaftler sprechen von den Generationen „X“, „Y“ und  „Z“.

Die Generation X wurde in den späten 1960er bis Anfang der 80er Jahre geboren (nach der Babyboomer-Generation)
die Generation Y (auch „Internet-Generation“ genannt) in den späten 1980er Jahre
und die Generation Z in den 2000ern.

Der Generation X  werden Menschen mit einem hohem Bildungsniveau und einem ausgeprägten Konsumverhalten zugeschrieben. Sie werden als interesselos, oberflächlich und egoistisch beschrieben. Oft arbeiten sie in Bereichen, die sie langweilen. Sie wollen – so sagt man – beruflichen Erfolg i.S. von wirtschaftlicher Karriere aber keine berufliche Erfüllung. Das Leben in einer Überflussgesellschaft ruft bei den Vertretern dieser Generation eine gewisse Überforderung hervor. Ihnen wird nachgesagt, dass sie hart arbeiten und sich Dinge zu kaufen, die sie nicht brauchen und die sie nicht glücklich machen – oder sie entscheiden sich aufgrund der unbegrenzten Auswahl für gar nichts. Sie sind in ihrer Freizeit TV-orientiert und allmählich in die digitalen Medien hineingewachsen.

Die Generation Y gehört dem globalisierten Internetzeitalter an. Perfekt vernetzt: Handy, MP3-Player, Tablet, Laptop, Twitter, Skype, Facebook, usw. Die Generation ist mit  „Krisen“ gut vertraut „No Future“ kennzeichnet deren Perspektive auf die erlebte Massenarbeitslosigkeit sowie die Herausforderungen einer globalisierten Welt. Um mehr über die Generation Y herauszufinden, hat in Frankreich eine großangelegte Internetumfrage die 18- bis 34-jährigen zu ihren Träumen, Ängsten und Hoffnungen befragt. „Mehr als 210 000 junge Menschen haben daran teilgenommen. Sie beschreiben sich als „Lost Generation“ – als Jahrgang, der seinen Platz in der Gesellschaft nicht gefunden hat. Seine Vertreter scheinen zwar besser erzogen als ihre Vorgänger, dafür aber politikverdrossen und orientierungslos. Sie studieren durchschnittlich drei Jahre länger als noch vor 30 Jahren und sind anschließend überqualifiziert und arbeitslos. Desillusioniert, ja – resigniert, nein: 61 % der jungen Menschen denkt an Rebellion.“ (Vgl. ARTE)

Die Welt der Generation Z ist noch digitaler als die der Ys. Ihre Vertreter haben nicht mehr nur ein Leben, sondern viele: auf Instagram, Snapchat, Tumblr, Vine und Tinder… Außerdem haben sie mit ihren 5 000 bis 10 000 Followern auf Twitter einen mindestens vierstelligen Freundeskreis. In den USA spricht man von der „Net Generation“ oder „Digital Natives“. Denn die jungen Leute von heute sind vor allem eines: vernetzt. Die Generation ist nach dem kalten Krieg geboren, ohne Mangel und grosse Krisen erwachsen geworden und wahrscheinlich ebenso gebildet wie die vorherige, wenn nicht besser. Sie sind in ihrer Individualität sehr unterschiedlich. Was sie verbindet ist der Wunsch nach einer Arbeit, die Sinn und Freude bereitet und sie persönlich weiter bringt.  (Vgl. ARTE)

Keine Frage dass diese Kohorten verschiedene Sprachen sprechen. Sie wollen, mit ihren individuellen Herausforderungen unterschiedlich geführt, unterschiedlich motiviert und unterschiedlich qualifiziert werden. Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen unterstütz sie dabei geeignete Konzepte für die (Arbeits-)Lebensentwürfe Ihrer Beschäftigen in allen Lebensphasen zu entwickeln, Sprach- und Generationsprobleme zu überwinden, Erfahrungswissen in Ihrem Unternehmen zu halten und die individuelle Arbeitszufriedenheit zu verbessern.

Schellstudie

Die alle 4 Jahre veröffentlichte „Shell Jugendstudie“ zeichnet ein aktuelles Bild der Jugend-Generation. Als Langzeitberichterstattung seit 1953 ermöglicht sie es, Entscheider/innen eine Grundlage für gesellschaftliches wirtschaftliches und politisches Handeln bereitzustellen.
Die Shell Jugendstudie 2015 attestiert der deutschen Jugend im Alter zwischen 12 und 25 Jahren hohe Ansprüche an Bildung und Beruf. Sie wünscht sich flexible Arbeitsformen, zugleich aber Sicherheit und genügend Zeit für die Familie. Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen berät Arbeitgeber bei der Anpassung ihrer Personal-Prozesse an die jeweiligen regionalen und generationalen Herausforderungen.

Bildung ist wichtig – aber keine Garantie
Jugendliche, die die Schule ohne Schulabschluss verlassen, haben deutlich schlechtere Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden und danach eine geregelte Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Doch auch Jugendliche mit Schulabschluss können häufig nicht die ursprünglichen Berufswünsche verwirklichen. Aktuell erwarten fast drei Viertel, ihre Berufswünsche umsetzen zu können – ein gutes Viertel rechnet damit allerdings nicht.

Soziale Herkunft entscheidet
Die soziale Herkunft ist bei dieser Frage von zentraler Bedeutung. Jugendliche aus der unteren Schicht (45%) sind auch 2015 deutlich weniger zuversichtlich, was die Realisierbarkeit der beruflichen Wünsche angeht, als Jugendliche aus der oberen Schicht (81%).

Das richtige Maß im Beruf
Für die Jugendlichen steht bei der Wahl ihres Berufs ein ausgewogenes Verhältnis von Nutzen und Erfüllung im Vordergrund. Beim Nutzen überwiegen hohes Einkommen und gute Aufstiegsmöglichkeiten, gleichermaßen bewerten sie  jedoch genügend Freizeit als wichtig.

Persönliche Erfüllung statt reiner Karriereorientierung
Für die Mehrheit der Jugendlichen soll der Beruf das Leben nicht ausschließlich bestimmen.
Für 91 Prozent ist wichtig, dass Familie und Kinder neben dem Beruf nicht zu kurz kommen. Nur weniger als jeder zweite Jugendliche vertritt die Meinung, dass Überstunden einfach dazu gehören, wenn man Karriere machen möchte. Dabei können sich junge Männer eher mit Überstunden und Wochenendarbeit anfreunden als junge Frauen, denen der Ausgleich mit der Familie wichtiger ist. Im Gegensatz zu den jungen Männern legen jungen Frauen stärker den Fokus darauf, sich um andere zu kümmern und eine erfüllende Tätigkeit zu haben.

Familie als Rückzugsort
Die Familie hat für Jugendliche weiterhin einen hohen Stellenwert. Hier finden sie den notwendigen Rückhalt und die positive emotionale Unterstützung auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen haben ein gutes Verhältnis zu ihren eigenen Eltern. Fast drei Viertel würden ihre eigenen Kinder ungefähr so oder genauso erziehen, wie sie selbst erzogen wurden. Dieser Wert hat seit 2002 stetig zugenommen. Bei den Jugendlichen aus der unteren Schicht ist diese Zustimmung jedoch erneut am geringsten.

Der Kinderwunsch geht zurück
Vieles deutet darauf hin, dass sich die Sorge um die schwierige Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben auch auf den Kinderwunsch auswirkt. Insgesamt wünschen sich derzeit nur 64 Prozent aller Jugendlichen Kinder, 2010 waren es noch 69 Prozent. Bei männlichen Jugendlichen ist dieser Trend stärker ausgeprägt als bei weiblichen Jugendlichen. Ältere Jugendliche verspüren 2015 einen geringeren Kinderwunsch als noch vor fünf Jahren bei den damals jüngeren Mädchen und Jungen der gleichen Jahrgänge.

[…]Dies deutet darauf hin, dass insbesondere junge Menschen aus den unteren Schichten zweifeln, angesichts unsicherer Chancen auf dem Arbeitsmarkt sowohl eine gute Kindererziehung als auch eine sichere Berufslaufbahn verwirklichen zu können.

(Vgl. Shellstudie)

Nutzen Sie dieses Wissen und die Erfahrung von Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen um Ihr Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. Nur die Arbeitgeber, denen es gelingt sich als attraktive Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt zu etablieren, habe in den nächsten 30 Jahren eine Chance auf unternehmerischen Erfolg. Die Vereinbarkeit von Freizeit, Familie, Pflege und Beruf spielen dabei eine entscheidende Rolle.

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