BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement

BGM-Grundposition-BK

„BGM umfasst die Entwicklung integrierter betrieblicher Strukturen, Prozesse und Verhaltensweisen, die die gesundheitsförderliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen, der Gesundheitskultur sowie der Gesundheitskompetenz der Führungskräfte und Beschäftigten zum Ziel haben.“ (BARMER GEK Gesundheitsreport Teil I, 2010 zitiert nach TÜV NORD 2010, S. 3,4) Dabei setzt BGM an mehreren Handlungsfeldern an. Zu diesen gehören u.a. die Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz, die betriebliche Eingliederung/ Disability Management, die Betriebliche Gesundheitsförderung sowie die Krankheitsprävention. (modifiziert  nach Wilke, Biallas, Froböse, 2008, zitiert in TÜV NORD 2010, S. 3,4)

Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF)

Betriebliche Gesundheitsförderung wird in der Fachliteratur gelegentlich irreführend als systematische Herangehensweise, die sich auf alle betrieblichen Massnahmen zur Sicherung, zur Stärkung oder Erhöhung gesundheitsbezogener Widerstandsreserven bezieht, beschrieben. Eine Metanalyse des Bundesverband Betriebliches Gesundheitsmanagement [BBGM] e.V. ergab jedoch folgende, aus meiner Sicht sehr zutreffendere Beschreibung:
 
BGF umfasst eben nicht alle gesundheits- und arbeitsschutzbezogenen Maßnahmen, das betriebliche Eingliederungsmanagement, die Personal- und Organisationspolitik usw.
BGF umfasst im eigentlichen Sinne nur Maßnahmen von Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber mit dem Ziel, die Gesundheit und damit das Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu verbessern (Ressourcenansatz)
es fehlt in der Diskussion das Pendant! à Eigentlich muss ein zweiter Begriff eingeführt werden: die „betriebliche (Krankheits-)Prävention“ (für alle risikominimierenden Maßnahmen)

♦  Qualitätskriterien an ein ganzheitliches integratives Gesundheitsmanagement (Vgl. DPFG 2014)

Stufe 5: integriertes Gesundheitsmanagement
  Gesundheit ist ein strategisches und kulturelles Leitthema
  Gesundheit ist als Thema in alle Unternehmensstrukturen und Prozesse integriert.
 
Stufe 4: Gesundheitsmanagement
Maßnahmen werden systematisch geplant, durchgeführt und kontrolliert
Es gibt definierte Aufgaben, Rollen uns Prozesse
Gesundheitsaktivitäten in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen werden miteinander harmonisiert.
 
Stufe 3: Gesundheitsmanagement als Maßnahmenpatchwork
Es erfolgt keine systematische Planung, Durchführung und Kontrolle der Maßnahmen
In den Unternehmensbereichen werden unterschiedliche Maßnahmen unabhängig voneinander eingesetzt.
Im Unternehmen gibt es Einzelmaßnahmen, die thematisch bzw. im Rahmen eines Projekts miteinander verbunden sind.
 
Stufe 2: Gesundheitsmanagement als Ad-hoc-Interventionen (BGF)
Maßnahmen werden anlassbezogen oder im Rahmen eines Gesundheitsaktionismus realisiert
Maßnahmen existieren unverbunden nebeneinander
Im Unternehmen gibt es einzelne freiwillige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung.
 
Stufe 1: Gesundheitsmanagement als rechtskonforme Einhaltung des Arbeitsschutzes
Arbeitsschutzvorschriften und Verantwortlichkeiten sind im ganzen Unternehmen bekannt
Maßnahmen werden gesetzeskonform umgesetzt und dokumentiert
Regelmäßige Wirksamkeitsprüfungen und Optimierungen werden durchgeführt
 
Gesundheitsförderung und betriebliche Gesundheitsförderung lassen sich nur schwer trennen, denn die meisten gesundheitsförderlichen Aspekte lassen sich auch im betrieblichen Kontext angehen

  •   BGF erfordert ein ganzheitliches Programm, das auf mehreren Ebenen ansetzt (privat und beruflich)
  •   BGF ist kein Synonym für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM), aber ein fester maßnahmenbezogener Ansatz des BGM.“ (Bundesverband Betriebliches  Gesundheitsmanagement 2012,  S. 3).

 

  BGM oder BGF?

Viele Unternehmen haben schlechte Erfahrungen mit Maßnahmen und Anbietern der Gesundheitsförderung (Rückenschule, Gesundheitstag, Blutdruckmessung, Ernährungsberatung, etc.) gemacht:

  • „Es kommen sowieso nur die, die sich ohnehin schon fit halten.“
  • „Am Anfang waren alle dabei, aber dann wurden es immer weniger.“
  • „Es hat sich nichts geändert dadurch: die Krankheitstage nehmen weiter zu!“

Sie schrecken daher vor den Investitionen in ein ganzheitliches integratives BGM zurück. Dieses ist schließlich mit erheblichen Investitionen in Zeit, Bildung, Führung, Anpassungen von Arbeitsplätzen und Arbeitsbedingungen, Kontrolle, Motivation, etc. verbunden.
 
Folgender Vergleich soll die Sinnhaftigkeit eines ganzheitlich integrativen BGMs unterstreichen: Kein Unternehmen würde wahllos oder auf Empfehlung seines Wettbewerbers z.B. in Immobilien oder in einen Maschinenpark investieren, ohne eine fundierte Markt- und Auftragsanalyse, ein Konzept und einen Business- oder Projektplan zu haben. Viele Unternehmen führen aber wahllos plausibel klingende gesundheitsförderliche Massnahmen durch, ohne zu wissen, was sie damit konkret erreichen wollen und was ganz genau zur Zielerreichung benötigt wird.  Vertrauen Sie in Sachen Gesundheitsmanagement dem Wissen, der Erfahrung und der Professionalität von Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen. Im BGM geht es nicht um „Viel hilft viel“ sondern um „gezielt“, „nachhaltig“ und „ganzheitlich“.
 

♦  Return on Invest

 
Bereits 2005 errechnete Chapman für umfassende, ganzheitlich Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention im Rahmen des BGM einen Return on Investment (ROI)

  • von 1:2,3 bis 1:1,59 für die durchschnittliche Reduktion von Krankheitskosten: 26,1%
  • und  eine durchschnittliche Reduktion von krankheitsbedingten Fehlzeiten um 26,8%, was je nach Unternehmen einem ROI von 1:2,5 bis 1:10 entsprach.
  • BGM rechnet sich!
  • BGM rechnet sich für das Unternehmen, für die Beschäftigten und für die Gesellschaft!

♦  Ziele des BGMs
 
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