BEM Betriebliches Eingliederungsmanagement

BEM˜

Rechtlicher Rahmen: Paragraph 84 Abs.2 SGB IX

Sind Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen ununterbrochen oder wiederholt arbeitsunfähig,
klärt der Arbeitgeber mit der zuständigen Interessenvertretung im Sinne des § 93 BetrVG, bei schwerbehinderten Menschen außerdem mit der Schwerbehindertenvertretung,
mit Zustimmung und Beteiligung der betroffenen Person die Möglichkeiten, wie die Arbeitsunfähigkeit möglichst überwunden werden
und mit welchen Leistungen oder Hilfen erneuter Arbeitsunfähigkeit vor- gebeugt und der Arbeitsplatz erhalten werden kann.
 

Gesetzliche Verpflichtung des/der Arbeitgeber/in!

Unabhängig von der Organisationsgröße
Der/ die Arbeitgeberin kann die ihm vom Gesetz übertragene Aufgabe des BEM an Dritte, z.B. an Barbara Karger – Psychologie im Unternehmen
 

Die Verfahrensverantwortung liegt komplett bei dem/ der Arbeitgeber/in!

Freiwilligkeit des/ der Arbeitnehmer/in

  Die/ der Beschäftigte kann ihre/ seine schriftliche Einwilligung jederzeit schriftlich zurückziehen, dann endet das BEM an dieser Stelle.
  Damit das BEM etwas bringt MUSS der/ die Arbeitnehmer/in in gewissem Umfang im BEM mitwirken (z.B. sachdienliche Hinweise zum Erkrankung bzw. deren Ursachen) wenn er/ sie eingewilligt hat.
 

Paragraph 84 Abs.3 SGB IX

 
Die Rehabilitationsträger und die Integrationsämter können Arbeitgeber, die ein betriebliches Eingliederungsmanagement einführen, durch Prämien oder einen Bonus fördern
 

Angestrebte Ziele und Nutzen des BEM für alle Beteiligten

Arbeitsfähigkeit und Gesundheit eines Mitarbeitenden langfristig erhalten,
Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und überwinden
Vermeidung von Behinderungen einschließlich chronischer Krankheit
Sicherung des Arbeitsplatzes leistungsgeminderter Arbeitnehmer
Senkung der Krankenquote und Lohnfortzahlungskosten
Unterstützung des/ der an den Arbeitsplatz zurückkehrenden Mitarbeitenden bei der Wiederaufnahme der Arbeit, indem er/sie über die Vorkommnisse während seiner/ihrer  Abwesenheit informiert wird.
Klärung von ggf. ursächlichen Zusammenhängen zwischen krankheitsbedingter Abwesenheit und Arbeitssituation. Die arbeitsbezogenen Ursachen können beseitigt werden.
Der/ die Mitarbeitende erfährt, dass seine/ ihre Mitarbeit für den Erfolg des Teams/ Bereichs von großer Bedeutung ist und der Vorgesetzte sich um ihn/ sie kümmert.

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