POSITIVE Resilienztrainings für Beschäftigte in der Pflege und in der Landwirtschaft

Der Begriff der Resilienz oder „psychischen Widerstandskraft“ ist aktuell in aller Munde. Dennoch sollte Resilienzförderung keine Mode-Erscheinung sein oder bleiben! Denn: Resilienz ist mehr als die Widerstandskraft zur Bewältigung oder Überwindung beruflicher Krisen!

 

Kein Mensch ist oder bleibt gesund, wenn er/ sie sich dauerhaft in „Allarmbereitschaft“ vor einer drohenden oder im Widerstand während einer aktuellen Krise befindet!

 

  • Resilient-Sein baucht Voraussetzungen
  • Resilienz ist dynamisch
  • Resilienz ist variabel
  • Resilienz ist situationsspezifisch
  • Resilienz ist multidimensional (Vgl. Bengel, 2012, S. 27)
  • Resilienz ist stärkbar

„Resilient sein heißt gedeihen trotz widriger Lebensbedingungen …und Freude am Leben finden.“

(Vgl. Pauline Boss 2008, S. 76)

 

Bei der Förderung von Resilienz im betrieblichen Kontext beziehen sich die meisten Interventionen im Sinne der klassischen Psychologie auf die Beseitigung von Defiziten z.B. in den Bereichen Widerstandskraft, Belastbarkeit, Beanspruchbarkeit, Flexibilität, Leistungsfähigkeit (im allgemeinen und spezifischen Sinn). Formulierungen im Sinne von „Verbesserung/ Stärkung/ Aufbau von…“ können dabei nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf Defizite fokussiert wird.

Im Sinne der „Positiven Psychologie“ unterstüten ausgewählte Interventionen das positive Erleben von Beschäftigten (z.B. deren positive Emotionen, Wohlbefinden, Lebens-/ Arbeitszufriedenheit), deren positive Eigenschaften (z.B. Charakterstärken, Tugenden) sowie deren positives Verhalten i.S. der gesundheitsförderlichem Verhalten.

 

Im „POSITIVEN Resilienztraining für Beschäftigte“ geht e also darum Beschäftigte darin zu unterstützen die für sie individuell richtigen Dinge zu tun & die Dinge, die sie tun, richtig zu tun. Richtig sind „Dinge“ im beruflichen Kontext dann, wenn sie die Stärken des Ausführenden nutzen und fördern; Flow ermöglichen). Richtig getan sind berufliche Aufgaben – abgesehen vom fachlichen Anspruch – dann, wenn Sie im Tun positive Emotionen, Wohlbefinden, Arbeitszufriedenheit und persönliches Wachstum (Flourishing) des/ der Ausführenden ermöglichen.

 

Die Bedingungen, unter denen in Organisationen diese Aufgaben erbracht werden, so dass sie möglicherweise persönliches Wachstum erlauben, sind nicht Gegenstand eines Resilienztrainings. Sie dürfen aber unter dem Aspekt der Verhältnisprävention nicht ausser Acht gelassen werden. (Vgl. Görg & Wieland (2008))

 

„Resilient sein heißt…auch am Arbeitsplatz … trotz eventuell widriger Lebens- oder Arbeitsbedingungen zu gedeihen und Freude am Leben und der Arbeit finden.“

 

In einem „POSITIVEN Resilienztraining für Beschäftigte können Teilnehmende u.a. erlernen

  • gesundheitsförderliches Verhalten, d.h. Verantwortung für sich selbst zu übernehmen – für Ihr Denken, für Ihren Körper und für Ihre Gefühle,
  • den Respektvollen und wertschätzenden Umgang mit den eigenen Ressourcen zu pflegen,
  • Ihre eigenen Stärken zu erkennen, sie zu nutzen, sich an ihnen zu erfreuen und sie zu fördern (vgl. ch von Fabian Gander, Sara Wellenzohn, Dr. René Proyer und Prof. Dr. Willibald Ruch © 2014)
  • Ihr vorhandenes Potential auszuschöpfen und daran zu wachsen (Erweiterung des Handlungsspielraums),
  • Ihre eigenen Grenzen zu spüren und zu respektieren. (z.B. Nein-Sagen zu inneren und äusseren Antreibern),
  • Strategien die individuelle Beanspruchung innerhalb des möglichen Rahmens zu reduzieren (Belastungs-& Beanspruchungs-Management; (Vgl. Nachreiner & Schütte, 2005)),
  • Erholung, Regeneration und Strategien zur eigenen Kräftigung (Selbst-/ Stress und Zeitmanagement) zu entwickeln
  • mehr positive Emotionen zu erleben (z.B. Humortraining nach McGhee),
  • das Schaffen von Kohärenzgefühl in Ihrem (Arbeits)-Leben: verstehen, mitgestalten, ihm Sinn geben (Flourish, Seligman 2011)
  • Ihre eigensten Kraftquellen zu erschliessen,
  • Selbst – Bewusstsein/ Selbst – Vertrauen/ Selbst – Sicherheit zu entwickeln,
  • selbstschädigenden Denken und Verhalten, z.B. innere Antreiber, Ängste, Verhaltensmuster zu erkennen und zu reduzieren (Kognitive Psychologie),
  • Ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen (Ich-Identität in den jeweiligen Systemen)
  • an Krisen und Herausforderungen zu wachsen (Selbstwirksamkeitserwartung nach Bandura)

Posted on März 2, 2018 in Blog, Pflege

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